Gott wartet an der Haltestelle

Maya Arad Yasur: Gott wartet an der Haltestelle (אלוהים מחכה בתחנה)

Zwei junge Frauen stehen einander an einem Grenzposten gegenüber: die israelische Soldatin Yael und die palästinensische Krankenschwester Amal. Yael lässt Amal passieren. Wenig später reißt ein Selbstmordanschlag in einem Restaurant in Israel 30 Menschen in den Tod. Wer trägt nun Schuld? Yael, die Amal die Grenze überqueren ließ? Der Taxifahrer, der Amal ins Restaurant brachte? Die israelische Besatzungspolitik, die den Tod von Amals Vater mitverschuldete? Der Machismo in der israelischen Armee, der Yael unter Druck setzte? Die Lebensbedingungen Amals in einem palästinensischen Flüchtlingslager?

Acht Schauspieler versuchen, die Splitter von Leben und Tod, die eine Selbstmordattentäterin hinterlassen hat, wieder zusammenzubauen. Dennoch zerfällt das kaleidoskopische Bild vor den Augen der Zuschauer*innen – im Augenblick der Explosion. Maya Arad erzählt von einer Welt, in der das Handeln der Gewalt immer schwerer zu beurteilen wird und ihm zu begegnen endlose Unsicherheiten eröffnet.

Maya Arad Yasur studierte Dramaturgie an der Universität Amsterdam und arbeitete 2007–2012 als Produktionsdramaturgin in den Niederlanden. Sie lebt und schreibt in Tel Aviv.

DSE: 10. Oktober 2015, Volkstheater Wien, R: Hannan Ishay.

Aufführungsrechte beim Rowohlt Theaterverlag

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen